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Teststrategien in Unternehmen – heutige Telko mit den Verbänden/Clustern

April 9 @ 09:30 - 10:30

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie bereits in unserer heutigen Telefonkonferenz besprochen, steht uns in diesem Jahr
weiterhin eine ungewöhnliche, von Krisenstimmung geprägte Osterzeit bevor. Das
bedauere ich sehr, nehme aber genauso wie Sie die Lage in den Krankenhäusern und
die täglich steigende Zahl der Infektionen wahr. Wir dürfen die Gefährlichkeit der
aktuellen Infektionslage nicht unterschätzen.
Die Wirtschaft musste an vielen Stellen unter der sich jährenden Krise leiden. Die Freie
und Hansestadt Hamburg hat ihren Schutzschirm aufgespannt und zahlreiche weitere
Maßnahmen umgesetzt, um die Unternehmen möglichst gut durch die Krise zu bringen.
Wir wollen in allen Situationen partnerschaftlich arbeiten und sind – in der Krise wie in
besseren Zeiten – auf eine enge Zusammenarbeit mit den Vertretungen von
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern
angewiesen.
In den Konferenzen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der
Länder vom 3. und 22. März wurde eindringlich an die Wirtschaft appelliert, einen
Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten. Ich bin mir bewusst, dass viele
Betriebe innovativ und verantwortungsvoll Schutzkonzepte entwickelt und umgesetzt
haben und dadurch für weniger Kontakte und Risiken gesorgt haben. Ich möchte an Sie
mit der Botschaft appellieren, dass wir nicht nachlassen dürfen.
Unsere Beschäftigten sollten wir weiterhin schützen. Die für den Arbeitsschutz
zuständige Behörde hat hierzu wichtige Hinweise veröffentlicht, die unbedingt
berücksichtigt werden sollten.
Die Arbeit im Home Office können wir gegebenenfalls noch stärker ausweiten. Im
Frühjahr 2020 waren teilweise mehr Beschäftigte im Home Office als im Winter 2020-
2021. Dabei haben viele Betriebe ihre Arbeitsprozesse weiter digitalisiert, sodass die
organisatorischen Voraussetzungen jetzt besser sind, als sie es vor einem Jahr waren.
Es ist von höchster Bedeutung, dass die Arbeit im Home Office überall dort ermöglicht
und auch wahrgenommen wird, wo sie technisch machbar ist. Mit dem Förderprogramm
Hamburg Digital und der Überbrückungshilfe III stehen einige Angebote zur Verfügung,
um Digitalisierung weiter voranzubringen.
Unnötige Kontakte sollen unbedingt reduziert werden. Dabei kommt es darauf an, zu
überdenken, welche Kontakte wirklich erforderlich sind und welche aus Gewohnheit
entstehen. Die besondere Situation, in welcher wir stecken, erfordert, dass wir
Gewohnheiten neu denken – auch am Arbeitsplatz. Ich habe durchaus Verständnis
dafür, dass Beschäftigte ihre Arbeit hin und wieder lieber am Arbeitsplatz als zu Hause
verrichten wollen. Diesem Wunsch können wir aber nur eingeschränkt entsprechen.
Ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung ist die Testung der Beschäftigten am
Arbeitsplatz. Die Testung ersetzt nicht das Gebot der Distanzarbeit oder der
Kontaktvermeidung. Es sind diejenigen Beschäftigten zu testen, die unbedingt vor Ort in
den Betrieben tätig sein müssen. Die Spitzenverbände der Wirtschaft haben sich nach
dem 3. März ausdrücklich dazu verpflichtet, wöchentliche Tests durchzuführen. DieseVerpflichtung ist unbedingt einzuhalten und es sollte schrittweise sichergestellt werden,
dass die Häufigkeit der Tests erhöht wird. Erfolgen die Testungen nicht ausreichend
flächendeckend und regelmäßig, ist nicht auszuschließen, dass der Bund zur
Einführung einer Testpflicht fortschreitet.
Ich freue mich darauf, mich mit Ihnen in einem nächsten digitalen Gespräch
(Einwahllink folgt) am 9. April um 9.30 Uhr über diese Themen auszutauschen.
Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich für den heutigen Austausch und Ihre
Unterstützung.
Mit freundlichem Gruß
Michael Westhagemann
Senator

Details

Datum:
April 9
Zeit:
09:30 - 10:30
Veranstaltungskategorien:
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