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Allgemeines

Unternehmerdienst 08/2021

By 16. August 2021No Comments

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe stellen wir Ihnen einen aktuellen Fall des BAG zum Umgang mit Beschäftigtendaten vor.

Am Arbeitsmarkt setzt sich die positive Tendenz auch im Juli fort.

Im bildungspolitischen Teil geht es um Wissenstransfer zwischen Hochschulen und der Unternehmen, ein Hamburger Coachingprogramm und eine digitale Plattform, mit der Unternehmen schon an Schulen mit den potenziellen Fachkräften von morgen Kontakt aufnehmen können.

Wenn Sie sich vorstellen können, für die Wirtschaft im Norden Ihre Expertise im Sozialrecht an den Sozialgerichten einzubringen, dann bieten wir Ihnen die Möglichkeit, als Beisitzerinnen und Beisitzer von uns nominiert zu werden.

Um digitale Kompetenzen und die Rekrutierung internationaler Fachkräfte geht es in unseren Veranstaltungshinweisen.

Wir wünschen Ihnen ein angenehme Lektüre!

Zusammenfassung PDF

 

Rechtsprechung / Gesetzgebung

 

Kein Anspruch des Betriebsrats auf Löschung mitbestimmungs-widrig erhobener Beschäftigtendaten  
(Beschluss vom 23. März 2021 – 1 AZR 31/19 – )

Ein dem Betriebsrat bei der Verletzung eines Mitbestimmungsrechts nach § 87 Abs. 1 BetrVG gegen den Arbeitgeber zustehender Beseitigungsanspruch erfasst nur die Beendigung des betriebsverfassungswidrigen Zustands, nicht aber die Rückgängigmachung sich aus der Verletzung des Mitbestimmungsrechts ergebender Folgen.

Die Beteiligten streiten über Auskunfts-, Beseitigungs- und Unterlassungsansprüche des Betriebsrats.

Die Arbeitgeberin betreibt für die Kommunikation einen Exchange-Server, über den die Mitarbeiter per „Outlook“ kommunizieren können. Mit einer Rahmenbetriebsvereinbarung stimmte der Betriebsrat der Einführung und Anwendung zu.
Die Arbeitgeberin leitete, sieben Jahre nach der Einführung des Kommunikationssystems, eine interne Untersuchung zur Klärung strafrechtlich relevanter Vorwürfe u.a. gegen einen damaligen Geschäftsführer ein. Im Zuge der Untersuchung überprüfte sie die E-Mail-Postfächer des Geschäftsführers, leitender Angestellter und weiterer Arbeitnehmer. Hierbei sicherte sie E-Mails und leitete sie zum Zwecke der Prüfung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer Rechtsanwaltskanzlei weiter.

Dieses Verhalten verstieße nach Ansicht des Betriebsrats gegen sein Mitbestimmungsrecht aus § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Neben anderen Ansprüchen machte er geltend, dass die vermeintlich mitbestimmungswidrig erhobenen Beschäftigtendaten gelöscht werden müssten.

Das BAG vertritt die Auffassung, dass der Betriebsrat sein auf Einführung und Anwendung des E-Mail-Systems bezogenes Mitbestimmungsrecht nach § 86 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG durch den Abschluss der Betriebsvereinbarung ausgeübt hat. Für eine Mitbestimmung nach dieser Norm bei der Anwendung des im Betrieb genutzten E-Mail-Systems sieht das BAG keinen Raum mehr. Dies gelte auch für etwaige, in Zusammenhang mit der Nutzung des Systems durch die Arbeitnehmer in Betracht kommende Überwachungsvorgänge der Arbeitgeberin.
In der geschlossenen Betriebsvereinbarung hatte der Betriebsrat zwar Leistungs- und Verhaltenskontrollen als unzulässig festsetzen lassen. Allerdings vereinbarten die Betriebsparteien zusätzlich Ausnahmen von dem prinzipiellen Verbot, etwa um Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zu verhindern oder Straftaten aufzudecken. Hierbei vereinbarten die Betriebsparteien jedoch keinen Zustimmungsvorbehalt des Betriebsrats, sodass die Arbeitgeberin eine solche Zustimmung nicht einholen musste.
Demnach könne der Betriebsrat sein Verlangen nicht auf den aus § 87 BetrVG folgenden Beseitigungsanspruch stützen. Diese Einschätzung folgt bereits daraus, dass ein solcher Anspruch nur auf eine Beseitigung des bestriebsverfassungswidrigen Zustands, nicht aber auf eine weitergehende, wie hier angestrebte, Folgenbeseitigung gerichtet sein kann.

Ausgehend hiervon steht dem Betriebsrat kein Anspruch auf die verlangte Handlung zu. Verstößt der Arbeitgeber gegen das Mitbestimmungsrecht aus § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, kann sich der Beseitigungsanspruch des Betriebsrats gegen den Arbeitgeber darauf richten, dass die Anwendung der mitbestimmungswidrig im Betrieb eingeführten und genutzten technischen Überwachungseinrichtungen unterbleibt. Dem Betriebsrat steht hingegen kein Anspruch darauf zu, dass der Arbeitgeber bei Dritten eine Löschung personenbezogener Daten der Arbeitnehmer, die er mithilfe einer nicht mitbestimmt im Betrieb genutzten Überwachungseinrichtung erhoben und an Dritte weitergegeben hat, oder eine Vernichtung von solchen Daten auswertenden Dokumenten veranlasst.

Quelle: BAG und UVNord e.V.

 

 

 

 

Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik

 

Arbeitsmarkt im Norden – Juli 2021

 

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Juli 2021

Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen liegt aktuell bei 89.300. Das ist ein Minus von 9.500 gegenüber dem Juli des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat Juni ist das ein minimalen Anstieg von 112 oder 0,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt mit aktuell 5,7 Prozent um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats Juni mit 5,6 Prozent. Gegenüber dem Juli-Wert des Vorjahres – er lag damals bei 6,3 Prozent – ist die Quote um 0,6 Prozentpunkte gesunken.
Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im Juli fort. In Schleswig-Holstein ist die jahreszeitlich typische ‚Sommerflaute‘ ausgefallen. So liegt in diesem Jahr der übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat Juni deutlich unter den Werten der Vorjahre (Juli 2021: +112 / Juli 2020: +2.100 / Juli 2019: +3.300). Zugleich hat sich die Personalnachfrage nochmals verstärkt. Diese positiven Daten dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch immer die Spuren der Corona-Pandemie am Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein sichtbar sind, da das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht ist. Das gilt insbesondere für die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die während der Pandemie deutlich zugenommen hat.
Verantwortlich für die positiven Impulse im Juli sind insbesondere die Bereiche, die von den Corona-Lockerungen profitieren konnten: der Handel, die Lebensmittelherstellung, Logistik und die Tourismusbranche. So haben die weiteren Lockerungen dazu beigetragen, dass –
im Vergleich zum Juli des Vorjahres – mehr Arbeitslose eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt aufgenommen haben (+550) und gleichzeitig die Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt zurückgegangen sind (-450).

Personalnachfrage
Erfreulich ist die nochmals gestiegene Personalnachfrage der Betriebe. Im Juli wurden 6.200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet: ein Plus von 230 oder 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat Juni. Im Vergleich zum Juli 2020 – ein Monat mit starken Auswirkungen des ersten Lockdowns auf den Arbeitsmarkt – wird sogar einen Zuwachs von 1.800 oder 42,1 Prozent verzeichnet.
Seit Jahresbeginn 2021 (Januar-Juli) wurden 36.800 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet: ein Plus von 5.800 Stellen oder 18,7 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Aktuell werden speziell im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Baugewerbe und im Hotel- und Gaststättenbereich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat sich – es handelt sich hierbei um die Mai-Daten – im Vorjahresvergleich um 22.100 oder 2,2 Prozent auf 1.023.200 erhöht. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+5.900), im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (+3.400), im Handel (+2.600) sowie im Baugewerbe (+2.200) sind neue Arbeitsplätze entstanden. Dagegen gingen speziell im Bereich der privaten Dienstleistungen (-1.200) und in der Metall- und Elektroindustrie (-1.100) gingen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren.

Kurzarbeit
100 Betriebe haben im Juli für 800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die Zahlen bewegen sich unter dem Niveau des Vormonats Juni mit 200 Anzeigen für 3.000 Beschäftigte. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind insgesamt 43.800 Anzeigen auf Kurzarbeit für 478.400 Beschäftigte eingegangen. Die Schwerpunkte liegen im Handel, in der Gastronomie, im Gesundheitswesen und im Baugewerbe. Betrachtet man die ‚realisierte Kurzarbeit‘ – hier liegen die April-Zahlen vor – so haben im April 69.500 Beschäftigte in 11.000 Betrieben kurzgearbeitet.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit –
Regionaldirektion Nord

 

 

Der Arbeitsmarkt in Hamburg: Juli 2021

Entwicklung der Arbeitslosigkeit
Aktuell sind 82.023 Hamburger arbeitslos gemeldet, ein Rückgang um 9.117 oder -10,0 Prozent im Jahresvergleich und 0,3 Prozent (-225) weniger zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 0,0 Prozentpunkten Veränderung zum Vormonat und 0,9-Punkten zum Juli 2020 auf aktuell 7,6 Prozent. Der Arbeitsmarkt in Hamburg hält sich stabil, Arbeitgeber bauen sukzessive Kurzarbeit ab.
Begründet positiv sind die Zu- und Abgangsdaten, die das Entlassungs- und Einstellungsverhalten der Unternehmen belegen: In diesem Jahr meldeten sich 44.165 Arbeitnehmende aus der Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos, im 1. Halbjahr waren es 54.039 und 47.188 im gleichen Zeitraum 2019. Diese geringeren Zugangswerte bedeuten, dass sich die Beschäftigungsverhältnisse in Hamburger Unternehmen stabilisiert haben, es werden derzeit sogar weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit verzeichnet, als vor der Corona-Pandemie. Ähnlich gute, zumindest aber ermutigende Entwicklungen erkennt man auf der Gegenseite. So nahmen 39.276 zuvor arbeitslose Hamburger eine Erwerbstätigkeit auf, dies sind 7.167 (+22,3%) mehr als im vergangenen Jahreszeitraum und 755 (ca. 2%) mehr als 2019.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die Gesamtbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt bleibt mit einer Anzahl von über einer Million Arbeitsnehmenden stabil und auf hohem Niveau. Insgesamt bezogen im Mai 2021 1.007.500 Frauen und Männer ihr Gehalt am Standort Hamburg, dies entspricht ziemlich genau den Werten des Vormonats und 8.000 mehr als im Vorjahr. Beschäftigungsverluste erleiden besonders das Gastgewerbe, das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung, sowie zahlreiche Dienstleister.
Die Folgen der Corona-Pandemie wirkten sich im Jahresvergleich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich aus. Verluste verzeichnen das verarbeitende Gewerbe (minus 2.400 oder 2,2 Prozent auf 102.800), das Gastgewerbe (-3.500, -9,5 % auf 33.900) und nach wie vor die Arbeitnehmerüberlassung mit -400 oder -1,6 Prozent auf 22.800 Arbeitnehmer. Beschäftigungsgewinne gab es in den Bereichen Information und Kommunikation (+3.400 oder 5,2 % auf 69.500), Baugewerbe (+ 1.500, +4,1 % auf 37.900), Gesundheitswesen (+2.900, +4,2% auf 72.200) und in der öffentlichen Verwaltung / Verteidigung / Sozialversicherung mit einem Plus von 2.700 oder +5,7 % auf 49.800. Diese Werte stehen mit einem Zeitverzug von zwei Monaten zur Verfügung.
Auf Bundesebene ist die Entwicklung geringfügig positiver. Die Beschäftigung nimmt zum Vormonat um 0,7 Prozent zu, in der Jahresbetrachtung ist es ein Plus von +1,2 Prozent oder 402.300 zusätzlich beschäftigten

Kurzarbeit
Die Kurzarbeit hat in der Corona-Pandemie sehr vielen Beschäftigten ihren Arbeitsplatz gesichert und übt immer noch diese Funktion aus. Da das Anzeigen- und besonders das Antragsverfahren weiträumige flexible Fristen für die Betriebe ermöglichen, können erst jetzt die statistisch validen Daten für das abgelaufene Jahr 2020 auswiesen werden. Diese zeigen sehr deutlich, dass die Hamburger Betriebe Kurzarbeit eher vorsorglich angezeigt haben, dann aber nicht vollumfänglich nutzen mussten. So zeigten  27.814 Betriebe im gesamten Jahr 2020 Kurzarbeit für ihre 405.830 Beschäftigten an, die in der Regel für volle 12 Monate genehmigt wurde. Im Dezember 2020 reichten aber nur 11.023 Betriebe (Anteil von 39,6 Prozent) für 113.000 (27,9 %) Beschäftigte ihre Anträge auf Erstattung ein. Die Hochrechnungen zeigen, dass die Kurzarbeit in den Monaten Januar und Februar angestiegen ist und erst wieder im März und den Folgemonaten mit den einhergehenden Lockerungen kontinuierlich absinkt.

Stellenangebote
Insgesamt stehen Arbeitsuchenden in Hamburg 11.534 freie Arbeitsstellen im Juli zur Verfügung. Ein erfreulicher Jahreshöchstwert und ein Plus von 746 oder 6,9 Prozent im Vergleich zum Juni. Um 26 Prozent mehr mit 2.413 Stellen liegen die Zahlen gut ein Viertel über dem Bestand des Vorjahresmonats. In den Branchen Verkehr und Logistik (+52,3 Prozent), kaufmännische Dienstleistung, Handel, Vertrieb, Tourismus (+43,0) und Geisteswissenschaften, Kultur, Gestaltung (+33,1 Prozent) sowie Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht, Verwaltung (+26,8 Prozent) gibt es einen merklichen Stellenanstieg im Jahresvergleich. Seit Beginn des Jahres sind dem Arbeitgeber-Service Hamburg 16.702 freie Arbeitsstellen gemeldet worden, eine Zunahme von 2.026 oder 13,8 Prozent zum ersten Halbjahr 2020.

Quelle : Bundesagentur für Arbeit – Hamburg

 

 

 

 

Bildungspolitik

 

Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen – in Zeiten von Corona so wichtig wie nie

Theorie und Praxis lassen sich nicht voneinander trennen, das eine ist immer mit dem anderen zu denken. Aus diesem Grund ist ein Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen auch so wichtig: Die Hochschulen können nur auf diese Weise ihre Absolventinnen und Absolventen auf das vorbereiten, was sie in der Wirtschaft tatsächlich erwartet. Und Unternehmen können ihre reellen Anforderungen formulieren und sich auf ihre späteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Gerade in Zeiten von Corona ist dieser Wissenstransfer kostbar und so wichtig wie nie zuvor.
Hochschulen und Unternehmen stehen im Idealfall in einem ständigen Dialog miteinander. Gerade Fachhochschulen, die sich auf eine praxisnahe akademische Ausbildung spezialisiert haben, haben in der Regel eine enge Verbindung zu regionalen und überregionalen Wirtschaftsunternehmen, um miteinander in Austausch zu stehen und die Anforderungen der Arbeitswelt in die eigene Lehre zu integrieren. Die Pandemie hat vieles erschwert: Netzwerktreffen, die zuvor regelmäßig stattfinden konnten und die Beziehungen untereinander intensiviert haben, konnten nicht mehr oder nur in einer stark reduzierten Form durchgeführt werden. Man läuft sich nicht mehr „über den Weg“, kommt nicht „mal so eben“ ins Gespräch. Aus diesem Grund ist ein institutionalisierter Wissenstransfer an den Hochschulen in Form von Kuratorien und Fachbeiräten von enormer Bedeutung: Nur so gelingt es auch unter den erschwerten pandemischen Bedingungen, den engen Kontakt zwischen Hochschule und Wirtschaft nicht abbrechen zu lassen, sondern weiterhin voneinander zu lernen und miteinander im Gespräch zu bleiben – gerade auch über die veränderte Welt und die damit einhergehenden Anpassungsnotwendigkeiten, denen sich alle gegenübersehen.
Wie dies konkret geschehen kann, zeigt die alltägliche Arbeit an der NBS Northern Business School in Hamburg. Regelmäßig kommen Fachbeiräte oder aber das Kuratorium in Präsenz und/ oder im hybriden Kontext zusammen, um Netzwerke zu erhalten und den Wissenstransfer immer wieder neu zu beflügeln. Gleiches gilt auch für die Verbindung zu den Unternehmen via Lehrbeauftragung oder aber für die Mitwirkung in Fachkonferenzen und Foren. Unternehmen und Hochschulen müssen auf jeden Fall zusammenstehen, wenn sie gemeinsam gut durch die Krise kommen wollen. Für Rückfragen steht das Team der NBS jederzeit zur Verfügung.
Ansprechpartner: www.nbs.de, Dr. Rüdiger von Dehn, vondehn@nbs.de

Quelle: NBS Northern Business School

 

 

 

Hamburger Coachingprogramm ­– kostenfreie Coachings für Fachkräfte und Soloselbstständige

Im Rahmen des Corona-Arbeitsmarktprogramms der Stadt Hamburg ist vor Kurzem das „Hamburger Coachingprogramm“ gestartet. Es unterstützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Soloselbstständige dabei, die Folgen der Pandemie abzumildern. Professionelle Coaches aus dem Arbeits- und Wirtschaftskontext begleiten Hamburger Fachkräfte bei der beruflichen Neuorientierung und erarbeiten mit ihnen Perspektiven für die Zeit während und nach Corona. Die Teilnahme erfolgt über einen kostenfreien Coachinggutschein, den Interessierte bei der KWB e. V. beantragen können. Weitere Informationen zur Teilnahme und Registrierung als Coach: www.hamburger-coachingrogramm.de.

Quelle: UVNord e.V.
berry2b – ein Karrierenetzwerk für Schülerinnen und Schüler und Unternehmen

Die Suche nach passenden Praktikanten und Praktikantinnen, Azubis oder dualen Studierenden wird Jahr für Jahr schwieriger. berry2b ist eine digitale Plattform, die Unternehmen und Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig in der Schulzeit vernetzt. Beide Seiten können ihre Fähigkeiten, Leistungen und Wünsche digital darstellen, um sich für die andere Seite attraktiv zu machen. Basierend auf diesen Daten können Schülerinnen und Schüler automatisiert Unternehmen herausfiltern, die sie interessieren und Unternehmen nach künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen, die zum Unternehmen passen. Besteht Interesse, kann dies mittels der „Favoriten-Funktion“ gezeigt werden. Sobald sich beide gegenseitig als Favoriten gespeichert haben, gibt es ein Match. Spätestens jetzt kann dann via Messenger Kontakt aufgenommen werden. So lässt sich schnell und unkompliziert ein Termin für ein erstes Kennenlernen z.B. via Webmeeting finden. Optimalerweise zeigt anschließend ein kurzes Praktikum im Betrieb, ob Schülerinnen und Schüler und Unternehmen zueinander passen.

Um den Nachwuchs dauerhaft auf die Plattform zu holen, stellt berry2b zusätzlich Funktionen zur Verwaltung des Schulalltags zur Verfügung. Aufgaben, Prüfungen, Noten und Stundenpläne können verwaltet und wahlweise mit anderen Schülerinnen und Schülern geteilt werden. Passend dazu gibt es Spiel-Elemente, die Abwechslung bringen und zur App-Nutzung motivieren.

Im Hinblick auf die „klassische“ Kontaktaufnahme zu Unternehmen gibt es auch Funktionen zur Erstellung einer Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen. Dieser Bereich wird vermehrt von Lehrkräften in der Berufsorientierung genutzt. Um die Funktion so einfach wie möglich im Unterricht einzusetzen, ist berry2b direkt in Schulsysteme integrierbar.

berry2b hat einen Smartphone-optimierten Zugang für Schülerinnen und Schüler und einen Desktop-optimierten Zugang für Unternehmen. Beide Zugänge sind einfach und intuitiv bedienbar.
Damit ist berry2b speziell auch für kleinere und mittelständische Unternehmen geeignet, denen nur wenig Personalkapazität für die Schüler-Suche zur Verfügung steht. Sie haben über berry2b die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit schnell und deutlich zu verbessern.

Nachdem das von der EU geförderte Projekt im Raum Lüneburg bereits erfolgreich eingeführt wurde, steht das Angebot nun auch in Hamburg zur Verfügung. Erste Schulen und Unternehmen sind bereits dabei. Für Schülerinnen und Schüler und ihre Schulen ist berry2b kostenfrei; die Unternehmen zahlen eine monatliche Gebühr.

Mehr Infos finden Sie unter www.berry2b.com oder nehmen Sie gerne direkt Kontakt auf mit dem Geschäftsführer Kai Subel: kai.subel@berry2b.com.

Quelle: UVNord e.V.

 

 

 

 

Verschiedenes

 

 

 

Sozialgericht Hamburg und Schleswig-Holstein – Mitglieder als Beisitzerinnen und Beisitzer gesucht!

Haben Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Richtertätigkeit? Für die Sozialgerichte in Hamburg und Schleswig-Holstein – Itzehoe und Schleswig – werden aktuell Beisitzerinnen und Beisitzer aus dem Kreis der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber  bzw. der Versicherten gesucht. Die Berufung auf diese Stellen erfolgt auf Vorschlag der UVNord.

In Hamburg werden die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter quartalsweise für 5 Jahre berufen. Für die Termine müssen Sie von Ihrem Arbeitgeber freigestellt werden. Sie werden max. 2- bis 4-mal im Jahr durch die Gerichte zu den Verhandlungen geladen.

In Schleswig-Holstein werden die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter einmal im Jahr für 4 Jahre berufen. Für die Termine müssen Sie von Ihrem Arbeitgeber freigestellt werden. Sie werden max. 4- bis 6-mal im Jahr durch die Gerichte zu den Verhandlungen geladen.

Es besteht die Möglichkeit, an einer jährlich stattfindenden Fortbildungsveranstaltung im Herbst des Jahres teilzunehmen.

Die Beisitzerinnen und Beisitzer wirken gleichberechtigt zu den Berufsrichterinnen und Berufsrichtern in der Verhandlung und bei der Urteilsfindung mit. Das Spektrum der Fachbereiche umfasst dabei sowohl Streitigkeiten aus Arbeitsverhältnissen, die in die Zuständigkeit der Arbeitsgerichte fallen, als auch Angelegenheiten auf dem Gebiet des Sozialrechts über die die Sozialgerichte entscheiden.

Die Mitwirkung ehrenamtlicher Richterinnen und Richter liegt dem Bedürfnis zugrunde, die Rechtsprechung im Volk zu verankern und die Lebensnähe der Rechtsprechung zu sichern. Darüber hinaus geht es um die Repräsentation der Versicherten- und Solidargemeinschaft sowie die Einbeziehung der fachbezogenen Sachkunde der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter in die Gerichtsverhandlungen durch die Beratungen und Diskussionen mit den Berufsrichterinnen und Berufsrichtern.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann informieren Sie sich über weitere Details bei der UVNord als vorschlagendem Verband.

Ansprechpartnerin in Rendsburg: Franziska Petersen 04331 1420 51 petersen@uvnord.de
Ansprechpartnerin in Hamburg: Susanne Lenz-Leußler 040 6378 5120 leussler@uvnord.de
oder

für Hamburg direkt bei der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz unter www.hamburg.de/bjv
für Schleswig-Holstein über das Landesportal unter https://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/Themen/sozialgerichtsbarkeit.html

Quelle: UVNord e. V.

 

 

Veranstaltungshinweise

 

 

Rekrutierung internationaler Fachkräfte
Für viele Unternehmen wird es immer schwerer geeignete Fachkräfte und Auszubildende zu finden – insbesondere in Zeiten einer Pandemie. Deshalb lohnt sich jetzt der Blick nach außen: Internationale Fachkräfte besitzen ein riesiges Potential an Wissen, Arbeitskraft und Einsatzbereitschaft. Aus diesem Grunde bietet die Beratungsagentur Fachkräfteeinwanderung als Teilprojekt des IQ Netzwerk SH am Mittwoch, den 01. September 2021, von 15 – 16 Uhr einen virtuellen Austausch von Fachwissen und Praxiserfahrungen in Kooperation mit der VISABEE GmbH an. Herr Bastian Mahmoodi, Geschäftsführer der VISABEE GmbH, wird einen praktischen Einblick in die Rekrutierung von internationalen Fachkräften aus der Sicht eines Dienstleisters geben. Rüdiger Klanck, Fachberater der Beratungsagentur Fachkräfteeinwanderung, erläutert vorab in kurzer Form das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bzw. beschleunigte Fachkräfteverfahren. Anmeldungen bitte per E-Mail bis zum 27. August 2021 an Frau Schott (schott@bwh-sh.de).

Quelle: iQ Netzwerk Schleswig-Holstein

 

 

 

Den digitalen Appetit mit Wissens-Snacks anregen
Digitale Kompetenzen schnell und arbeitsplatznah zu vermitteln, ist in jeder Branche ein Plus. Das Projekt „Kompetenzen 4.0” hat gemeinsam mit der Handelsakademie Nord und Unternehmensvertretern hierfür eine Qualifizierung entwickelt. Kolleginnen und Kollegen für Onlineformate gewinnen, sie digital schulen und eigenes Wissen spannend weitergeben – das sind die Ziele der Online-Schulung „Digitale Kompetenzen vertiefen – Train the Online-Trainer“. Der nächste Kurs startet am Dienstag, dem 14. September 2021.

Dieser praxisnahe Kurs weckt Begeisterung für das Thema Digitalisierung und vermittelt, wie betriebsinterne Schulungen digital, abwechslungsreich und in kleinen Häppchen erfolgreich umgesetzt werden. Er umfasst sechs jeweils zweistündige Online-Synchrontreffen und Selbstlernphasen über ein Lernmanagementsystem. Die Kosten betragen 260,00 Euro/Teilnehmer/-in. In kleinen Gruppen von maximal 10 Teilnehmer/-innen werden Beschäftigte befähigt, ihre Kollegen/-innen in aktuellen Themen zu schulen. Hierfür erlernen sie methodisch-didaktisches Grundwissen und die notwendigen digitalen Werkzeuge, um die Wissensvermittlung spannend zu gestalten und mit Spaß für die Digitalisierung zu begeistern.

Alle Informationen zu Inhalten, Terminen und zur Anmeldung finden Sie unter https://www.kompetenzendigital.de/Branchenforen/Handel/Angebote-100345.
Einen Einblick in den Kurs können Sie im Rahmen der ddn-Veranstaltung „Digitales Lernen – arbeitsplatznah und in kleinen Häppchen“ am 25. August 2021; 10:00 bis 11:30 Uhr online über Zoom gewinnen. Hier gibt es die Möglichkeit zur Anmeldung.

Quelle: UVNord e.V.

 

Die WVG ist nicht für den Inhalt verantwortlich.

Author Thorben von Hacht

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