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1. Wirtschaftsforum – Wirtschaft trifft Wissenschaft am 24.10.2018 im GITZ

By 25. Oktober 2018 No Comments

Klimaziele nur ohne Verbrennungsmotoren zu erreichen

Anläßlich des 1. Wirtschaftsforum der Stadt Geesthacht, den der Wirtschaftsbeirat der Stadt angeregt hat und das mit dem Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum GITZ am 24.10. durchgeführt wurde, war klar: die Klimaziele sind nur zu erreichen, wenn wir ab sofort beginnen weniger zu verbrauchen. Ab 2025 würden die weltweit verheerende Auswirkungen der weltweiten Erwärmung bereits nicht mehr umzukehren sein. Geesthacht wäre bei den dann drohenden Szenarien „buchstäblich Küstenstadt“ einer gewaltigen Ost/Nordsee unmittelbar vor der Haustür. Schleswig Holstein gäbe es nur noch rudimentär….

Damit es nicht so weit kommt, müssen wir auf allen Ebenen CO 2 einsparen. Der GF der Stadtwerke Geesthacht Markus Prang, vor den 115 Teilnehmern „wir sollten beginnen den CO 2 Verbrauch zu besteuern und nicht einfach den Strom oder andere fossile Träger“. Einer der Beiträge zum Sparen ist die kluge Nutzung von Wasserstoff. Für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft sind die kostengünstige Produktion von Wasserstoff sowie seine energetisch effiziente und kostengünstige Speicherung bei möglichst niedrigen Drücken, moderaten Temperaturen und mit hoher Kapazität wesentliche Voraussetzungen. Um Herausforderungen der Charakterisierung neuartiger Werkstoffe mit Röntgen- und Neutronenbeugungstechniken begegnen zu können, werden hochreflektive Optiken benötigt, die auf speziellen nanostrukturierten Beschichtungen beruhen. Moderne Leichtbauwerkstoffe wie Magnesium müssen durch Beschichtungen gegen Korrosion geschützt werden.

Mit diesem komplexen Thema befasst sich Prof. Klassen Leiter des Geschäftsbereichs Werkstofftechnologie des Helmholtz-Zentrums (HHSZ), der darüber auch den spannenden Impulsvortrag hielt. Der Geschäftsführer der Geesthachter Unternehmung Stühff GmbH, Holger Stühff schilderte wie er erfolgreich und in enger Kooperation mit dem HHZ mit seinem Unternehmen die Drucktanks entwickelt und produziert hat… Alleine diese Arbeiten führten zu weiteren EU geförderten Aufträgen. Natürlich hoffen das Helmholtz Zentrum und sein Unternehmen auf internationale Fertigungsaufträge des weltweit einmaligen Wasserstoffbehälters. Diese werden für den PKW Verkehr eine nicht zu unterschätzende Bedeutung haben. Hohe Reichweiten, CO 2 Neutralität und effiziente Speichermöglichkeiten bei nur 100Grad den verdichteten Wasserstoff nutzbar machen, werden ganz entscheidend die Zukunft des PKW Bauens mitbestimmen. Allerdings wird es noch ein wenig dauern, bis die ersten flächendeckenden Wasserstoff Tankstellen den Autofahrern zur Verfügung stünden… Immerhin: die deutschen Automobilhersteller hat bereits großes Interesse an den Forschungsergebnissen aus Geesthacht. Damit hat Geesthacht als Wissenschaftsstandort seit über 150 Jahren eine fortwährende Tradition, so der Bürgermeister Olaf Schulze in seinem Beitrag. Die Erfindung des Dynamits, die GKSS Forschungseinrichtung ab 1956 und das Kernkraftwerk ab 1984 bis zur beginnenden Stilllegung seit 2011 sind Hochtechnologie und wirken weit über die Elbestadt hinaus.

Die lebhafte Podiumsdiskussion wurde engagiert und lebendig vom Wirtschaftsförderer der Stadt Geesthacht Andreas Dreyer moderiert. Der GF des GITZ Dr Döhl-Oelze verwies mit recht auf die Bedeutung des GITZ für den Wirtschaftsstandort. „Nicht wenige Forschungsergebnisse führten zu erfolgreichen Ausgründungen und auch Umzügen in die Umgebung“. Es war denn auch die Vorsitzende des Wirtschaftsbeirates der Stadt Geesthacht , Dr Christina Bischof-Deichnik die darauf hinwies, dass der erste Beirat seiner Art in Norddeutschland nach nur einem Jahr seine Bedeutung als kompetenter Ansprechpartner und Impulsgeber für die Bürger, die Verwaltung und die Politik beweisen konnte und eine wirkliche Empfehlung an alle anderen Städte des Landes ist. Eine Aussage, die die beiden MdL Kathrin Wagner-Bockey (SPD) und Andrea Tschacher gerne unterstützen und weitertragen werden.

 

Gruppenfoto (DSC_3577-b)

Von links Markus Prang, Holger Stühff, Dr. Christina Bischof-Deichnik, Prof. Dr. Klassen, Olaf Schulze, Andreas Dreyer

Author Jürgen Wirobski

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