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Gelungener Abend der W-Verbände in Lauenburg

By 10. September 2016 August 11th, 2017 No Comments

Gelungener Abend der W-Verbände in Lauenburg

Übersicht

Rund 60 Mitglieder und Freunde der W-Verbände aus Hamburg-Bergedorf, Büchen, Geesthacht, Lauenburg und Wentorf sind der Einladung der W-Verbände zum Thema: “Erfolgreich trotz Amazon und Co.” in die Tabak Manufaktur Dan Pipe in Lauenburg gefolgt. Der beeindruckende Veranstaltungsort in dem historischen Gebäude in der Hafenstraße hat alle Teilnehmer zusätzlich animiert, von 19h bis 22h lebhaft zu netzwerken, sich auszutauschen und Verbindungen zu knüpfen. Die Begrüßung von Ralf Storjohann dem Vorsitzenden der WVL, den Kollegen Uwe Krützmann WVS, Jürgen Wirobski WVG und Karsten Schütt von der BWV waren demzufolge kurz und launig. Bürgermeister Thiede betonte ebenso humorvoll seine ganz persönliche Verbundenheit zu den Orten der W-Verbände und freute sich über deren gemeinsames Handeln. Der kurze Vortrag von Jürgen Wirobski hat dann alle Teilnehmer ebenso kurz und nachvollziehbar in das recht komplexe Thema eingeführt. Besonders beeindruckend waren zwei am selben Ort entstandene Fotos aus den Jahren 2005 und 2013 auf dem Petersplatz in Rom. In 2005 völlig ohne, in 2013 in Massen mit Smartphones und Tabletts fotografierend… An “4.0” – so die klare Botschaft – geht nichts vorbei…. Hinzu kommt, dass alleine “nur” eine “Visitenkarte” im Web in der Regel nicht ausreicht. Vielmehr gibt es für jedes Geschäft und für jede Region unterschiedliche Instrumente (Multi Channel), die den gewünschten Erfolg aber erst dann ermöglichen wenn man sie klug nutzt und kombiniert…

In der anschließenden Podiumsdiskussion hat Moderator Wolfgang Reichenbächer mit wenigen Fragen und Anstößen, dann auch lebhafte Geschichten aus der Praxis erzählen lassen -Gelungenes wie auch weniger Gelungenes. Etwa die locker und amüsant berichtete Erfahrung von Uwe Krützmann, der lange vor Zalando seine Erfahrung mit seinem Online-Shop hat machen können… “Unbedingt wichtig, auch wenn ich nicht davon leben könnte, aber: Ich habe auf diese Weise Kunden gewonnen, die ich sonst nicht erreicht hätte. Wichtig dabei: Nische, Nische, Nische und nicht billig, sondern das besondere Etwas, wie z.B. die englischen Schuhe, die wir anbieten” – (große Heiterkeit bei seinem) “gottlob ändern die Engländer über Jahrzehnte die Modelle auch nicht…”.

Oder die Bestätigung von Dirk Morawski, der seine Online-Darstellung über Facebook mit anderen “Multi Channel´s” geschickt kombiniert… Der Drucker Thorsten Slabon hat dann auch sehr eindrucksvoll von den Diskussionen in dem Traditionshaus (seit 1922) aus Jesteburg mit über 260 Mitarbeitern berichtet und warum Online unverzichtbar für seine Branche geworden ist. Und sein dringender Appell an Alle: “Es gibt – trotz Online – wieder ein Trend zurück zum Persönlichen und wir müssen das auch selber einfordern. Flyer, Plakate und Visitenkarten müssen “vor Ort” gedruckt werden, denn Feuerwehr, Sportvereine und Schulen wollen von uns doch auch Sponsoring und Praktikantenstellen… Und.. meine Visitenkarten kosten online pro 1.000 Stück auch nur 16€. Wenn ich drüber schauen soll, dann 50% mehr.. Da sind wir auf jeden Fall mit den Online-Druckereien vergleichbar..”. Udo Burmester konnte für Dan Pipe berichten, dass mittlerweile über 90% der Umsätze online gemacht werden… Aber; das Ladenlokal und die Fabrikation mit seinen herrlichen Gerüchen ist unverzichtbar und viele Online Kunden kommen regelmäßig auch von weit gereist, um die besondere Atmosphäre des alten Gemäuers zu spüren… Das geht nur wenn man aus dem Online in das Offline kommt. “Dennoch sollten wir dem Beratungsdiebstahl offensiv begegnen und das Thema ansprechen”.

Sebastian Neubecker von der Kreissparkasse rundete die Diskussion, mit dem Hinweis auf die deutsche Lösung für die Online-Zahlmöglichkeit “paydirekt” ab, “weil doch recht viele Kunden ungern mit US-amerikanischen paypal und anderen Anbietern zahlen wollen”. Ab Ende Mai wird es PayDirekt für deutsche Banken und Sparkassen als 100% Deutsche ePayment-Lösung geben. Das Auditorium beteiligte sich engagiert und kenntnisreich mit Fragen und Hinweisen. Die zwei möglichen Landtagswahlen-Kandidatinnen Kathrin Wagner-Bockey (SPD) und Andrea Tschacher (CDU) haben kenntnisreich die Diskussion bereichert und ihre Unterstützung bei den Vorhaben zugesagt.

Die W-Verbände spüren den großen Rückhalt bei ihren Mitgliedern und werden daher mit Hilfe der AktivRegionen und der Metropolregion das gemeinsame Vorgehen fortführen. D.h. alle Aktivitäten und Strukturen im Kreis bündeln, ein genauen Plan (To-Do) dafür erstellen, ein gemeinsames Büro einrichten und “Multi-Channel”/4.0 -Experten/4.0-Lotsen” zu “zertifizierten” A-Teams zusammenstellen und jedem handlungsbereitem Unternehmen bei der Realisierung helfen. Denn, so Jürgen Wirobski: “Die Produkte, Plattformen, Apps und Methoden sind alle da, sie müssen nur bedarfsgerecht zusammengestellt und richtig genutzt werden – und das Ganze am besten auch unter einem passenden Namen, der die “on- und offline Welten, die Kreise und Städte” miteinander verbindet. Zudem gibt es etliche Förderprogramme und Fördermittel für die Unternehmen, die sich helfen lassen wollen.

Der lockere und informative Abend wurde dann noch von Heiko Behrens mit seinen Besichtigungstouren durch das Haus, die Fertigung und den beeindruckenden Laden gekrönt – Dem Himmel auf Erden für jeden Pfeifenraucher.

Für alle, die es nicht haben einrichten können, hier ein kleiner Stimmungsbericht. Die Pressenotiz dazu im Anhang… Wie dringlich unser Anliegen und unsere Fortsetzung zum Thema sind, entnehmen wir auch folgender Pressemitteilung.

Weitere Nachschau:
Geesthachter Anzeiger (Seite 3)
Bergedorfer Zeitung
Geesthacht TV bei YouTube: Treffen der Wirtschaftsverbände in Lauenburg

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Author Robert Rathje

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